Geschichte

Geschichte des Hauses Klostermann

1848 – Ein Jahr der großen Ereignisse in Deutschland. In der Frankfurter Paulskirche entsteht unter dem Druck der Revolution die erste Verfassung, Karl Marx veröffentlicht sein „Kommunistisches Manifest“. Eine rasante technische Entwicklung begründet die Industrielle Revolution, in deren Folge viele Unternehmen gegründet werden, von denen die größten wie Siemens, Daimler-Benz, Thyssen-Krupp heute noch als Weltkonzerne bestehen.

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history house 01Von der großen Industriellen Revolution ist im beschaulichen Ackerbürgerstädtchen Ahlen noch nichts zu spüren, als Theodor Klostermann zur Geschäftsgründung eine Anzeige im Beckumer Kreisblatt aufgibt: „Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mich hier als Uhrmacher etablirt habe: empfehle mich deshalb zu allen in diesem Fache anfallenden Arbeiten mit dem Versprechen prompter und reeller Bedienung.“ Diese Empfehlung sollte zur Richtschnur für alle künftigen Generationen werden und begründete die

Philosophie des Hauses Klostermann

  • Gut ausgebildetes Fachpersonal, das sein Handwerk versteht.
  • Hohe Qualität der angebotenen Waren
  • Absolute Ausrichtung auf den Wunsch des Kunden
  • Gute und schnelle Arbeit zum fairen Preis

Diese Philosophie wurde von Generation zu Generation weitergegeben und hat noch heute Bestand.

Von Theodor Klostermann ist nicht mehr viel bekannt, außer dass er nach der Firmengründung sein Geschäft für Uhren, Musikinstrumente und Nähmaschinen auf der Ahlener Weststraße betrieben hat.

Heinrich KlostermannNach dem Tode Theodor Klostermanns wurde das Unternehmen auf seinen Neffen Heinrich Klostermann übertragen, da Theodors Sohn Josef im Deutsch-Französischen Krieg 1871 gefallen war. Heinrich Klostermann zeigte wie schon sein Onkel Weitblick: Er verlegte das Geschäft von der damals eigentlich besseren Weststraße zur Oststraße 39. Das Haus hatte er von dem Weber Tovar für 300 Reichstaler gekauft und baute es im Jahr 1892 komplett um. Als die Ahlener Zeche Westfalen ihren Betrieb aufnahm, erlebte auch das Klostermann-Geschäft einen rasanten Aufschwung am jetzt besseren Standort Oststraße. 1902 musste das Haus erneut umgebaut werden und Heinrich Klostermann opferte sein Wohnzimmer, um den Laden mit einem Schaufenster auszustatten. Nicht nur das. Technischen Innovationen ständig aufgeschlossen, war Heinrich Klostermann der erste Ahlener Kaufmann, der sein Schaufenster sogar nachts mit einer Petroleumlampe beleuchtete, so dass sein Angebot immer sichtbar war. Das Sortiment wurde gestrafft und Musikinstrumente und Nähmaschinen mussten einem erweiterten Uhren- und dem jetzt neuen Brillenangebot weichen. Die Buchführung wurde -wie damals allgemein üblich- durch zwei Nägel geregelt: Auf den einen spießte man die Lieferantenrechnungen, auf den anderen die Kundenforderungen. Am Ende eines Jahres wurde abgerechnet. Erst mit der weiteren Industrialisierung und dem damit aufkommenden bescheidenen Wohlstand bürgerte sich die sofortige Zahlungsweise ein.

Heinrich Klostermann war ein echtes Ahlener Kind. Mit den „Paohlbörgern“, also den Alteingesessenen, war er auf du und du, außerdem war er Vorsitzender zahlreicher Vereine und sogar Mitglied der Stadtverordnetenversammlung.

Schwere Zeiten

Bernhard FranzlüningHeinrich Klostermanns Geschäft blühte bis zum ersten Weltkrieg. Dann ging es rapide zurück. Heinrich erkrankte schwer und starb 66-jährig am 8.August 1916. Er hinterließ seiner Familie nur das verwaiste Geschäft und zwei Grundstücke. Sein gesamtes Vermögen hatte er als Kriegsanleihe verloren. Sein eigentlicher Erbe, Sohn Carl Klostermann, war im Alter von 22 Jahren an Tuberkulose gestorben. Die beiden anderen Söhne Bernhard und Ludwig hatten studiert und wollten vom Geschäft nichts wissen. So blieb der einzigen Tochter Lucia nichts anderes übrig, als in die Fußstapfen des Vaters zu treten und das Geschäft zu übernehmen. Für eine junge Frau in der damaligen Zeit eine fast unlösbare Aufgabe. Und doch packte Lucia es an, erkannte aber bald, dass ein Geschäft im Sinn der Klostermann´schen Philosophie nicht ohne ausgebildeten Fachmann zu führen war. Doch Fach – Männer von entsprechendem Format waren selten – viele von ihnen waren nicht aus dem Krieg zurückgekehrt. Die fast aussichtslose Lage des Unternehmens änderte sich, als Lucia den Uhrmachermeister Bernhard Franzlüning aus Damme / Oldenburg kennenlernte und am 2. September 1919 heiratete.

Gerade diese dritte Generation wurde vor völlig neue Probleme gestellt. Finanziell galt es, die galoppierende Inflation der 20er Jahre zu überstehen. Da wurde auch schon mal Ware gegen Brot und Butter geliefert, denn am nächsten Tag konnte das Geld schon um die Hälfte weniger wert sein. Von Staats wegen wurde jetzt die doppelte Buchführung verlangt. Verwaltung und Buchführung, Verkauf und Pflege des Warenlagers nahmen jetzt einen solchen Umfang an, dass dies alles nicht mehr allein vom Inhaber bewältigt werden konnte. Der 14 Stunden-Tag war die Regel, das Geschäft forderte seine Opfer.

Bernhard Franzlüning opferte sogar seinen Familiennamen, den er zugunsten des Geschäfts 1928 in Klostermann änderte. Was damals nur mit einer Sondergenehmigung der preußischen Landesverwaltung möglich war.

Lucia KlostermannFrühe Emanzipation - Die Frauen der Familie

Die Frauen der Geschäftsinhaber waren stets gefordert, neben den traditionellen familiären Aufgaben der Kindererziehung auch betriebliche Funktionen wahrzunehmen. Oft fungierten sie als Verkäuferin, Buchhalterin, Chefin und Putzfrau gleichzeitig. Ihr Leben lang stellten sie ihre Arbeitskraft zur Verfügung, meistens mit nur unzureichender sozialer Absicherung. Dafür bestimmten sie auch größtenteils die Geschicke des Unternehmens mit und wurden von der nachfolgenden Generation –ungeschriebener Ehrenkodex der Familie- bis an ihr Lebensende versorgt. Emanzipation wurde schon in dieser frühen Zeit des 20.Jahrhunderts im Hause Klostermann nicht nur diskutiert, sondern praktisch gelebt.

history house 02Das Unternehmen nahm trotz des „Schwarzen Freitags“ 1929 und der nachfolgenden verheerenden Arbeitslosigkeit wieder einen langsamen, aber stetigen Aufschwung. Dies ist der besonnenen Geschäftsführung und der eisernen Sparsamkeit von Lucia und Bernhard Klostermann zu verdanken.

Die wirtschaftliche Depression war noch nicht ganz überwunden, als Bernhard 1932 den Mut fand, Geschäft und Haus völlig neu zu gestalten. Die Fassade wurde erneuert, der Eingang verlegt. Das Dachgeschoss wurde ausgebaut, ein Badezimmer und eine Zentralheizung installiert. Zwar wurde er von vielen Zeitgenossen für verrückt erklärt, hatte aber trotzdem den kaufmännisch richtigen Gedanken, zu einem Zeitpunkt zu bauen, wo Geld und Arbeitskräfte am billigsten waren.

Fassade um 1950Der zweite Weltkrieg

Der zweite Weltkrieg hemmte erneut die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens. Geld hatte keine Bedeutung und keinen Wert mehr. Es ging ums nackte Überleben. Naturalien waren die vorherrschende Währung. Mit Reparaturen und Tauschgeschäften konnte man sich über Wasser halten und die Familie ernähren. Zum Glück blieben Haus und Geschäft bei den Bombenangriffen auf Ahlen verschont. Auch die Einnahme der Stadt durch amerikanische Truppen 1945 richtete dank der Umsicht des Ahlener Lazarettkommandanten Dr.Paul Rosenbaum, der die Stadt kampflos übergab, keinen Schaden an. Dennoch blieben die Kriegs- und Nachkriegsjahre als Zeit großer Entbehrungen im Gedächtnis. Erst mit der Währungsreform 1948 wurde ein neuer Aufstieg der Firma eingeleitet.

Das Wirtschaftswunder

Mit einer neuen Ladeneinrichtung wagte man 1948 einen Neuanfang während der Aufbauphase nach der Währungsreform, die erst viel später den Namen „Wirtschaftswunder“ bekam. Geschäftlich ging es wieder bergauf, als Bernhard Klostermann 1954 durch seinen plötzlichen Tod aus seinem Schaffen gerissen wurde. Er hinterließ seine Frau und drei erwachsene Kinder: zwei Töchter und einen Sohn. Die Töchter hatten bereits einen Teil ihres Erbes übertragen bekommen, während der Sohn das Geschäft weiterführen sollte.

 

Ausbau der Augenoptik

hk sen 1977 2gh 1978 450Heinrich Klostermann, gelernter Uhrmacher, war als 18jähriger zum Russlandfeldzug eingezogen worden und schwer verwundet zurückgekehrt. Noch 9 Jahre nach dem Krieg musste er sich in langen Krankenhausaufenthalten schwierigen Operationen unterziehen. Wann immer es sein Gesundheitszustand erlaubte, besuchte er Kurse und Lehrgänge und bereitete sich auf die Meisterprüfung im Optikerhandwerk vor. 1953 hatte er die Gesellenprüfung abgelegt und heiratete am 13. August die Bergmannstochter Gerda, die sich im Hinblick auf die Arbeit im Geschäft ebenfalls gründlich in Theorie und Praxis vorbereitete.

Noch war das Geld knapp, aber es bestand großer Nachholbedarf bei Verbrauchern wie auch im Unternehmen. Neue Maschinen mussten angeschafft werden, das Geschäft war renovierungsbedürftig. Der Betrieb erforderte den Einsatz aller Kräfte bis in die späte Nacht hinein. Gerda Klostermann, die 1954 gerade ihren ersten Sohn geboren hatte, musste sofort mit ins Geschäft. Doch immer noch regierte Lucia mit eiserner Faust. Heinrich – inzwischen 30 Jahre alt und Meister – konnte noch nicht im Traum an eine Übernahme denken. Erst als seine Mutter 1965 starb, übernahm er als vierte Generation das Ruder.

Fassade um 1966Neben dem Uhrengeschäft baute Heinrich Klostermann die Augenoptik-Abteilung systematisch aus. Das ganze Inventar bestand aus einer Papptafel mit Lesezeichen, einer Probierbrille und einem gebraucht gekauften Handschleifstein. Trotzdem betrieb Heinrich die Augenoptik als wissenschaftlich genaues Handwerk, was ihm über die Grenzen Ahlens hinaus Anerkennung verschaffte. Immer mehr sprach sich die Qualität der geleisteten Arbeit herum, so dass in den Jahren 1957 bis 1973 ein rasanter Aufschwung des Unternehmens stattfand. Die Mitarbeiterzahl wuchs auf 8 an, die ersten automatischen Glasschleifmaschinen konnten angeschafft werden, ein weiterer Umbau des Geschäftshauses trug 1962 zur Modernisierung bei. Am 21. September 1973 wurde das 125jährige Jubiläum gefeiert. Dieses Ereignis machte Klostermann weit über Ahlens Grenzen hinaus bekannt. Inzwischen hatte die Augenoptik-Abteilung das Uhrengeschäft bei weitem überflügelt und wuchs ständig weiter. Dem Trend zur Spezialisierung folgend, entschied sich Heinrich Klostermann im Jahr 1976, die Uhren- und Schmuckabteilung zu schließen und das Unternehmen als reines Optikergeschäft weiterzubetreiben. In einem 4monatigen Kraftakt wurde das Geschäftshaus von Grund auf umgebaut und der Laden auf eine Fläche von 120 qm vergrößert.

Heinrich Klostermann konnte sich jedoch nicht mehr lange seiner Aufbauleistung erfreuen, denn er verstarb 1977 plötzlich und unerwartet im Alter von nur 53 Jahren.

 

Neue Herausforderungen

klostermann heiner 600 freiHeinrichs Sohn Heiner Klostermann hatte nach dem Abitur eine Lehre als Augenoptiker begonnen und im Alter von 23 Jahren in Köln die Meisterprüfung abgelegt. Ihm kam nun die Aufgabe zu, das Unternehmen nach dem Tod seines Vaters weiterzuführen und die Verantwortung für die Mitarbeiter zu übernehmen.

Heiner erkannte in der ausklingenden Wirtschaftshochphase gegen Ende der 70er Jahre, dass ein Überleben des Unternehmens langfristig nur durch eine strukturelle Neuausrichtung möglich sein würde. Zunächst erweiterte er die Dienstleistungspalette des Unternehmens um eine Kontaktlinsenabteilung. Er hatte rechtzeitig eine Spezialausbildung absolviert, über die sein Vater noch nicht verfügte.

Ebenso erkannte er frühzeitig, dass ein immer größerer Konkurrenzdruck und stetig steigende Personalkosten von einem kleinen Unternehmen kaum mehr zu tragen sein würden. So entschloss er sich im Jahr 1981 zur Filialisierung und eröffnete die erste Klostermann – Zweigstelle in der Nachbarstadt Sendenhorst.

history house 05Um dem wachsenden Auftragseingang bei gleichbleibendem Personalbestand zu begegnen, mußte rationalisiert werden. So führte Heiner Klostermann 1978 den ersten Computer im Geschäft ein. PC´s der heutigen Generation gab es noch nicht, die damals üblichen Computeranlagen sprengten jeden Kostenrahmen und so blieb dem Jungunternehmer nichts anderes übrig, als sich die ersten PC-Teile zum Selberbauen, die es schon gab, aus den USA zu bestellen. Seine ersten Computerplatinen lötete er in Nachtarbeit selbst zusammen, und ein Jahr später lief seine erste selbst programmierte Augenoptiker-Software. Noch heute ist man bei Klostermann stolz, im Bereich EDV nie auf fremde Hilfe angewiesen gewesen zu sein. Mittlerweile hat der Hobby-Informatiker sogar eine eigene Softwarefirma gegründet, etliche Computer und Software in der Branche verkauft und zahlreiche -auch branchenfremde- Computerprogramme geschrieben. Die Zuverlässigkeit der Anwendungen ist auch hier: sprichwörtliche Klostermann-Qualität.

Optic Actuell

1986 schloß Heiner Klostermann sein Unternehmen an die Augenoptiker-Gruppe „Optic Actuell“ an und übernahm auch deren Namen mit in die Firmenbezeichnung. Durch die nun neu gewonnene Einkaufsmacht –der Optic Actuell Gruppe waren 600 Geschäfte angeschlossen- konnte man auf den großen Ordermessen in Mailand und Paris einkaufen wie die großen Konzerne und Ertragskraft des Unternehmens und Vielfalt der Produkte weiter verbessern. Gleichzeitig konnte man die Preise senken und damit dem immer stärker werdenden Konkurrenzdruck begegnen.

Die Ansprüche des Verbrauchers in einem gesättigten Markt werden immer höher, die Anforderungen an ein Unternehmen im Fachhandwerk und –einzelhandel immer spezialisierter. 1989 richtet Heiner Klostermann das Unternehmen neu aus: Durch eine Totalrenovierung werden beide Geschäfte den steigenden Anforderungen des Marktes angepasst. Der wachsende Preis- und Kostendruck erfordert auch neue Wege im Management. Erste Kontakte zu Lieferanten in aller Welt, darunter Frankreich, Italien und Fernost werden hergestellt. Marketing und Werbung werden einer kritischen Prüfung unterzogen und neu gestaltet.

m h 2005 11990 wird Heiner Klostermann in den Verwaltungsrat der Optic Actuell GmbH als Vorstand für Marketing und Werbung berufen. Im gleichen Jahr übernimmt er auch den Betrieb Ahlen, der bis dahin noch seiner Mutter Gerda gehörte, als Eigentümer. Seine Mutter setzt sich zur Ruhe. Heiners Ehefrau Monika Klostermann, bis dahin nur aushilfsweise im Unternehmen tätig, rückt als Chefin nach und übernimmt erfolgreich die Gestaltung der Brillenkollektionen.

1991 eröffnet Heiner Klostermann seine zweite Filiale in Dülmen. Auch hier erwirbt sich Optic Actuell Klostermann, wie das Unternehmen jetzt heißt, auf Anhieb den Ruf eines Anbieters hochwertiger Qualität. Inzwischen importiert Klostermann Brillenfassungen aus aller Welt.

Die neuen Medien

1995 stellt Klostermann als einer der ersten Optiker seine Homepage ins damals noch neue und bis dato völlig unbekannte Internet. Zwar verspricht man sich kaum Verkaufserfolge. Aber getreu der Unternehmensphilosophie, allem neuen aufgeschlossen zu begegnen, ist man im weltweiten Datennetz präsent. Inzwischen zeugen zahlreiche Anfragen zu optischen Themen aus aller Welt von der Kompetenz der Homepagemacher und der Richtigkeit der Entscheidung. Der Unternehmenstradition folgend, dass neue Wege zwar beschritten werden aber das Unternehmen finanziell nicht gefährden dürfen, wurde auch die Homepage selbst erstellt. Durch die Gestaltung zahlreicher Internetseiten seit dieser Zeit konnte man inzwischen so viel Erfahrung sammeln, dass diese Dienstleistung auch anderen Kollegen und sogar außerhalb der Branche angeboten wird.

Umbruch der Augenoptik-Branche

Monika und Heiner Klostermann werden als Top-Optiker ausgezeichnetDie Wirtschaftslage im Einzelhandel und besonders im Augenoptikerhandwerk stellte sich am Ende des Jahrtausends als krisengeschüttelt dar. Wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten muss die Marketing-Gruppe Optic Actuell GmbH Mitte 1998 Insolvenz anmelden. Das Unternehmen Klostermann ist davon zwar nicht betroffen, doch wird man jetzt vor neue Herausforderungen im Bereich Einkauf und Warenlogistik gestellt. Jetzt erweisen sich die früher geknüpften Kontakte zu den Herstellern in aller Welt als die richtige Entscheidung. Heiner Klostermann übernimmt zusammen mit befreundeten Kollegen die Organisation einer neuen Gruppe. Man schließt sich mit 200 Optikern in ganz Deutschland zusammen, um den neuen Aufgaben der Zukunft zu begegnen. Die neue Optic Actuell Gruppe wird 2001 als Aktiengesellschaft gegründet. Von 2001 bis 2003 ist Heiner Klostermann einer von zwei geschäftsführenden Vorstandsvorsitzenden.

2002 erfährt der Großhandel mit Brillen und Brillengläsern einen rasanten Aufschwung und ist von dem Augenoptikergeschäft nicht mehr allein zu bewältigen. Monika und Heiner Klostermann gründen deshalb ein neues Unternehmen, das sich ausschließlich mit der Warenlieferung an Augenoptiker beschäftigt. Das Design und das Preis-Leistungsverhältnis überzeugen auch andere Kollegen, so dass Monika und Heiner Klostermann mit ihrer neu gegründeten Firma Lintag inzwischen Optiker in ganz Deutschland beliefern. Das Großhandelsunternehmen hat über 3.000 gewerbliche Kunden in ganz Deutschland und wird von 6 Außendienstmitarbeiter/innen betreut. Monika und Heiner Klostermann werden für ihre vorbildliche Geschäftsführung mehrfach mit hohen Branchen-Auszeichnungen versehen.

Sortiments- und Serviceerweiterung Low Vision

Die demographische Entwicklung bringt es mit sich, dass die Bevölkerung immer älter wird und damit die altersbedingten Sehbeschwerden und -einschränkungen immer häufiger zu beobachten sind. Deshalb wird im Jahr 2010 der Service auf den Bereich Low Vision erweitert. Mit Low Vision bezeichnet man starke Seheinschränkungen -z.T. durch Augenkrankheiten- bei denen eine Korrektur mit herkömmlichen Hilfsmitteln wie Brillen oder Kontaktlinsen nicht mehr möglich ist. Bei Klostermann erhalten mehrere Mitarbeiter/innen eine Spezialausbildung, um Menschen mit starken Seheinschränkungen mit Spezialhilfsmitteln wie z.B. elektronischen Lupen und Lesegeräten wieder die Teilnahme am Alltagsleben zu ermöglichen.

Fassade 2019Im Jahr 2020 schließt Heiner Klostermann seine Betriebe der IGA Optic eG Marketing- und Einkaufsgenossenschaft an, um noch besser für die Zukunft und die steigenden Anforderungen an einen modernen Augenoptik-Betrieb gerüstet zu sein. Nach wie vor setzen die Firmeninhaber auf die Innovationskraft ihrer Ideen und die tatkräftige Hilfe ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In der Tradition des Unternehmens fühlen sie sich den Leitgedanken ihrer vier Vorgängergenerationen verpflichtet und richten den Blick nach vorn, um den Boden für weitere erfolgreiche Geschäftstätigkeit zu bereiten.

Zeitstrahl

01.September 1848

Theodor Klostermann

Unternehmensgründung

01.September 1848

um 1885

Heinrich Klostermann

Ausbau und Verlegung zur Oststraße

1901

Rasanter Aufschwung

Ahlen wird Zechenstandort, die Stadt erlebt einen rasanten Aufschwung.

1901

1902

Umbau

Umbau des Geschäftshauses

1916

Lucia und Bernhard Klostermann

Lucia Klostermann übernimmt das Geschäft

1916

1932

Hausumbau

Das Haus Oststraße wird gründlich modernisiert

1933 - 1945

Schwere Zeiten

Nazi-Diktatur, Krieg und wirtschaftliche Not

1933 - 1945

1953

Heinrich Klostermann

Heinrich steigt 1953 ins Geschäft ein und baut die Augenoptik aus.

1973

Hausumbau und Jubiläum

Das 125-Jährige wird groß gefeiert, das Geschäft komplett renoviert

1973

1977

Heiner Klostermann

Heiner Klostermann wird Geschäftsführer

1978

EDV

Erster Computer im Betrieb

1978

1980

Eröffnung der Filiale

Eröffnung der Filiale Sendenhorst

1990

Heiner Klostermann Inhaber

Übernahme durch Heiner Klostermann

1990

1998

150-jähriges Jubiläum

Das 150-Jährige wird groß gefeiert

2001

Gründung Lintag

Gründung des Unternehmens Lintag durch Monika Klostermann

2001

2010

Low Vision

Erweiterung um Low Vision Segment

2015

Modernisierung

Teilumbau Geschäfte Ahlen und Sendenhorst

2015

2020

IGA Optic eG

Anschluss an die IGA Optic eG

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